Home > Mitarbeiter > Doktoranden > Pauler

 

Caren Pauler

Kontakt:

e-Mail: caren.pauler@gmx.de

 
 
 
 
 
 

Titel der wissenschaftlichen Arbeit:

Rassenspezifisches Bewegungs- und Weideverhalten von Extensivrindern und nichtextensiven Rassen und deren Auswirkungen auf die Vegetation

Kurzbeschreibung:

Die Zahl der Extensivrinder (syn. Robustrinder) in Weidehaltung nimmt seit Jahren kontinuierlich zu, da aufgrund des Strukturwandels in der traditionellen Milchviehwirtschaft, der zu einer zunehmenden Nutzungsauflassung von Weideflächen in Ungunstlagen führt, Robustrindern vermehrt für die Erhaltung diese artenreichen Weidenflächen genutzt werden. Beobachtungen im Feld legen nahe, dass sich Robustrinder in ihrer Bewegung und in der Auswahl der Futterpflanzen anders verhalten als produktionsorientierte Rinderrassen. Dies hat Auswirkungen auf die Vegetation der von ihnen beweideten Flächen.

Für die Datenerhebung werden Schottische Hochlandrinder und stärker kommerziell genutzte Fleischrinder jeweils in Mutterkuhhaltung vergleichend in den Blick genommen. Das Projekt untersucht Vegetationsunterschiede der Weiden in Süddeutschland und der Schweiz, wobei Paare aus räumlich nahegelegenen Weiden je einer Robustrinderrasse und einer produktionsorientierteren Rinderrasse gebildet werden. Dabei soll die Frage geklärt werden, ob sich die Vegetation unter dem Einfluss von Robustrindern anders entwickelt als unter produktionsorientierten Rassen. In einem zweiten Schritt werden die Gründe für mögliche Unterschiede der Weideflora näher betrachtet. Hierzu wird das Bewegungsverhalten der Tiere ebenfalls paarweise GPS-gestützt untersucht, sodass beispielsweise der Einfluss von Hangneigung und Wetterveränderungen auf das Verhalten analysiert werden kann. Außerdem wird das Weideverhalten mittels Fraßbeobachtungen dokumentiert, um zu quantifizieren, ob Unterschiede in der Selektivität der Futterauswahl und dem Maße, in dem Weideunkräuter von den Rindern verzehrt werden, bestehen. Auf diese Weise soll ein Gesamtbild zu Bewegungs- und Fressverhalten von Robustrindern entstehen, das Aufschluss über deren Auswirkungen auf ihren Lebensraum gibt und einen Anhaltspunkt dafür liefert, inwiefern sich diese Rinder für den Erhalt der extensiven Kulturlandschaft und ihrer Biodiversität eignen.

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope, Zürich und der Georg-August-Universität Göttingen, Abteilung Graslandwissenschaft durchgeführt.