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Ann-Kathrin Lörracher

Kontakt:

Centre for Organismal Studies

Abteilung Tierphysiologie / Entwicklungsbiologie

Im Neuenheimer Feld 504

Tel: +49-(0)6221/54-5629

Fax:: +49-(0)6221/54-6162

e-Mail: Loerracher@stud.uni-heidelberg.de

 

 

 
 

 

Titel der wissenschaftlichen Arbeit:

Biotransformationskapazität von Embryonen des Zebrabärblings (Danio rerio) - eine wichtige Grundlage für die Anwendung des Fischembryotests

Kurzbeschreibung:

Am Centre für Organismal Studies der Universität Heidelberg wurden rundlegende Arbeiten zum Fischembryotest (FET) mit dem Zebrabbärbling (Danio rerio) durchgeführt. 2013 führte die Verabschiedung des FET durch die OECD als Test Guideline 236 zur ersten Alternativmethode in der Ökotoxikologie. Durch eine breite internationale Anwendung könnte eine jährliche Reduktion der Zahl an Versuchsfischen um mehrere 100.000 Individuen erreicht werden.  In manchen Staaten werden jedoch immer noch Diskussionen um die Anwendbarkeit geführt. Ein zentraler Punkt in der Diskussion um die Eignung des FET als Alternativmethode zum akuten Fischtest ist die Befürchtung, dass eine eingeschränkte Biotransformationskapazität zur Generierung von falsch-negativen Ergebnissen führen könnte. Protertogene Substanzen, die in Folge von Biotransformationsprozessen ihr toxisches, mutagenes oder teratogenes Potential entfalten, könnten so im FET fälschlicherweise nicht erkannt werden. Zur Erfassung metabolisch aktivierter Toxizitätspotentiale sind möglichst genaue Kenntnisse über die Bioaktivierungs- bzw. Biotransformationskapazität im Verlauf der Embryonalentwicklung des Zebrabärblings erforderlich.

Unter der Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg soll das Forschungsprojekt folgende Schwerpunkte bearbeiten. Welche Biotransformationssysteme stehen den jeweiligen Entwicklungsstadien des Zebrabärblings zur Verfügung. Gibt es Substanzklassen, die in Embryonen nicht wie in adulten Fischen aktiviert bzw. deaktiviert werden können. Eine vertiefte Literaturrecherche und Zusammenführung der fragmentarisch vorliegenden Informationen soll dazu beitragen, bestehende Wissenslücken bezüglich der Biotransformationskapazität zu identifizieren. Praktische Schwerpunkte umfassen die funktionellen Nachweise der Cytochrom P450- abhängigen Aktivität (vgl. In vivo-EROD Assay), selektive Aktivierung bestimmter CYP-Isoformen nach Inkubation mit Modellsubstanzen (qPCR), bzw. die Wirkung von Proteratogenen nach erfolgreich metabolischer Aktivierung.